Aktuelles

Und danach? Langsam loslassen und leichter werden.

Bildnachweis: Adobe Stock #74210675 von DoraZett
Bildnachweis: Adobe Stock #74210675 von DoraZett
Die Zeit der Trauer und des Abschieds ist eine kräftezehrende Herausforderung für die Hinterbliebenen. Denn wenn die Beerdigung „überstanden“ ist, steht vielen eine weitere schmerzliche Aufgabe bevor: das Ausräumen der Wohnung oder des Hauses, nicht selten die Auflösung des kompletten Hausstandes.

Auch wenn es schwerfällt und emotional sehr belastend sein kann, so birgt es doch eine Chance: Sich von Dingen zu trennen, die zum Leben des verstorbenen Menschen dazugehört haben, ist ein wichtiger Schritt im Trauerprozess. Aufräumen und aussortieren stellt nicht nur die äußere, sondern auch die innere Ordnung wieder her. Das Entrümpeln kann befreiend wirken und die eigene Seele entlasten. Es geht darum, loszulassen und dadurch leichter zu werden.

Machen wir es uns klar: Wir können nicht alles aufbewahren! Außerdem sind viele Gegenstände und Erinnerungsstücke eng mit dem Leben des verstorbenen Menschen verknüpft. Es ist wichtig zu erkennen, dass wir unser eigenes Leben führen und nicht die Biographie unserer verstorbenen Eltern, Großeltern oder anderer Angehöriger fortführen können.

Die Kunst besteht darin, einige wenige, gut ausgesuchte Dinge aufzubewahren. Je weniger wir aussuchen, desto wertvoller werden diese Erinnerungsstücke zukünftig für uns sein – die Lieblingshandtasche der Mutter, einige alte Briefe und Postkarten, ein vergilbtes Fotoalbum, der Ehering und die silberne Kette, die sie immer trug. Dieser „kleine Schatz“ wird uns weiter begleiten und an die geliebte Mutter erinnern.

Das meiste andere – wie Möbel, Kleidung, Bücher, Geschirr, Schallplatten – können wir langsam loslassen und verabschieden. Für den eigenen Seelenfrieden und im Sinne der Nachhaltigkeit empfiehlt es sich, diese Sachen für den guten Zweck zu spenden oder zu verschenken.

Bildnachweis: Adobe Stock #74210675 von DoraZett